seiteneu

Info 02/2010 Raumluftqualität in Gebäuden


Die Raumluftqualität wird heute fast ausschließlich im Zusammenhang der Energieeffizienz, namentlich der Wärmerückgewinnung, thematisiert. Dabei werden häufig die Grundlage für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden vernachlässigt.

Lüftungsanlagen bieten in diesem Kontext die technische Antwort unserer Zeit. Es ist jedoch angebracht, sich grundlegenden Anforderungen bewusst zu sein.



Eine gute Planung ist Vorrausetzung für ein gesundes Raumklima.

Mehr als ein 3/4 unseres Lebens halten wir uns in Gebäuden auf. Daher beeinflusst das Raumklima in Wohn- und Arbeitsräumen entscheidend unser Wohlbefinden und Gesundheit.
Dieses Wohlbefinden wird vor allem durch die Raumlufttemperatur, Temperaturen der Raumumschließungsflächen, Raumluftbewegung und den Feuchtegehalt der Luft beeinflusst.
Hinzu kommen gas- und staubförmige Verunreinigungen, sonstige Emissionen aller Art bzw. Ausdünstungen von Menschen, Baustoffen und Einrichtungsgegenständen.

Heutige Energiekonzepten stellt die Raumluftqualität über diverse Energieeinsparaßnahmen hinaus die gesundheitliche Basis des Wohlbefindens dar. Dies betrifft nicht nur Wohngebäude, sondern ebenso Arbeitsstätten und im besonderen Schulen und Kindertagesstätten. In letzteren besteht ein enormer Nachholbedarf, daher möchten wir an Hand einer Schule näher auf Raumluftqualität eingehen.

Eine nutzungsgerechte Raumluftqualität ist in den wenigsten Schulen auch nur annähernd gegeben. Dank den Konjunkturpaketen besteht gerade jetzt eine Chance, im Rahmen der Sanierung von Schulen auch die Raumluftqualität in den Griff zu bekommen.

Abgesehen von den Problemen aus der Vergangenheit, im Sommer unerträgliche Hitze und im Winter unterkühlte Räume, Wände sind klamm und kalt, feuchte Ecken und gar Schimmel sind keine Seltenheit, haben wir heute zusätzlich auf eine gute Luftqualität zu achten.

Nach 40 Jahren Sanierungsstau werden die Schulen energetisch saniert, d.h. Vollwärmeschutz, neue Fenster, neue Elektro- und Heizungsanlagen. Die Folge ist jedoch durch die jetzt dichten Fenster, dass das Wohlbefinden massiv beeinflusst wird. Das durchgehend größte Problem aber sind die CO2-Belastungen in geschlossenen Räumen mit einer hohen Anzahl von Menschen, wie es besonders in Schulen, aber auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden, der Fall ist.


Kohlendioxid (CO2) und Sauerstoff

Die Atmung des Menschen im geschlossenen Raum bewirkt eine Zunahme an CO2 und eine Abnahme an O2.

Frischluft enthält etwa 21% O2 und 0,04% (400ppm) CO2.

Die ausgeatmete Luft hingegen enthält rund 16% O2 und 4% CO2.

Bei Sauerstoffmangel und Überschuss an Kohlenmonoxid, werden empfindliche Gehirnzellen gestört. Bereits bei 20% O2 und 0,08% CO2 führt dies zur Ermüdungserscheinungen, Leistungsminderungen ab 0,1%. Darüber hinaus können Kopfschmerzen auftreten. Ab 0,15% (1500ppm) sind Atembeschwerden und Schweratmigkeit die Folge.
Wintersituation Raumluft
Ergebnis: Die Kohlendioxid-Konzentration (CO2) steigt innerhalb einer Schulstunde so stark an, dass diese zu Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Schweratmigkeit führt!
Sommersituation Raumluft
Ergebnis: Die CO2-Konzentration bei ständig geöffneten (gekippten) Fenstern bleibt nahezu konstant.


Fazit
Ziel muss es daher sein, bei energetischen Sanierungen von Wohn- und Nichtwohngebäuden, die lebensklimatische Betrachtung näher zu untersuchen - nicht zuletzt aufgrund der vielen Versäumnisse und gestiegenen Umweltbelastungen.
PBW bietet seit Jahren bestmögliche Qualität und ist seit 2003 auch nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.


Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

PBW - Technik für Mensch und Umwelt